Leichtathletik: Zwei hessische DM-Titel in der Halle

Leichtathletik: Zwei hessische DM-Titel in der Halle

Mit Gesa Krause und Homiyu Tesfaye waren es bei der 62. Deutschen Hallenmeisterschaft in Karlsruhe zwei Mittelstreckenspezialisten, die für das Bundesland Hessen die beiden einzigen Titel gewannen. Und in beiden Fällen waren diese Titel durchaus zu erwarten. Vor allem natürlich bei Homiyu Tesfaye, der sich derzeit in einer ganz ausgezeichneten Frühform befindet. Am vorigen Wochenende war er in Wien über 1500m in 3:35,71 Min. deutschen Rekord gelaufen; nur wenige Tage später, in Stockholm, konnte er seine eigene Bestmarke in 3:34,13 Min. noch einmal deutlich verbessern. Damit ist der gebürtige Äthiopier über 1500m der aktuelle Weltjahresbeste. Dass er bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in 3:41,68 Min. den Sieg davon tragen würde, war insofern keine wirkliche Überraschung. Wunschgemäß gewann die Hindernisläuferin Gesa Krause über 3000m flach in 9:04,84 Min ihren ersten Deutschen Meistertitel in der Aktivenklasse. Bei Krause, die selbst von sich sagt, dass ihr die „Leichtigkeit“, die sie am Beginn ihrer Karriere ausgezeichnet hatte, zuletzt ein wenig verlorengegangen sei, waren dem DM-Titel ebenfalls sehr gute Zeiten bei internationalen Meetings vorausgegangen. Beispielsweise war sie nur Tage vor den Titelkämpfen in Athlone (Irland) über 1500m eine neue persönlichen Hallenbestzeit (4:12,46 Min.) gelaufen. Ebenfalls über 3000m gewann Elina Sujew die Bronzemedaille.

Zufrieden sein konnte auch Christiane Klopsch (LG Friedberg-Fauerbach), die über 400m in 53,69 Sek. die Silbermedaille gewann. Die Deutsche Freiluftmeisterin über 400m-Hürden, die zuletzt auch Süddeutsche Hallenmeisterin über 400m geworden war, musste sich lediglich Ruth Sophia Spelmeyer (Oldenburg/52,99 Sek.) geschlagen geben. Ebenfalls mit Silber wurde Xenia Achkinadze für 6,55m im Weitsprung belohnt. Die 26 Jahre alte Athletin wähnt sich mit einem neuen Trainer derzeit wieder im Aufwind. Weitere Medaillen gewannen der von einem Magen-Darm-Virus geschwächte Hochspringer Martin Günther, der mit 2,15m den dritten Platz belegte sowie die Siebenkämpferin Carolin Schäfer, die im Hochsprung 1,80m übersprang und ebenfalls Bronze gewann.

Irina Mikitenko geehrt

Im Rahmen der nationalen Titelkämpfe wurde die überaus erfolgreiche Marathonläuferin Irina Mikitenko noch einmal gefeiert. Die inzwischen 42 Jahre alte Athletin hat in ihrer langen Karriere viele große Siege davongetragen. So hat sie u.a. zweimal den London-Marathon (2008/09) gewonnen und einmal den Marathon von Berlin (2008). Mikitenko, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Alexander 1996 aus Kasachstan übersiedelt war, hatte an sich selbst bis zuletzt die höchsten Ansprüche gestellt. Ihr letztes ganz großes sportliches Vorhaben war es gewesen, den Masters-Weltrekord in der Altersklasse W 40 zu brechen, was ihr beim Berlin-Marathon 2013, wo sie Dritte wurde, in 2:24,54 Std. auch gelungen ist. Nach diesem Erfolg hatte Irina Mikitenko ihren baldigen Rücktritt bekanntgegeben. Die Stiftung Sporthilfe Hessen wünscht Irina Mikitenko und ihrer Familie für die Zukunft viel Glück und Gesundheit (alle Athlethen ohne Vereinsbezeichnung LG Eintracht Frankfurt).