Turnen: Reck-Gold bei der Universiade für Fabian Hambüchen, den Welthochschulsportler 2015

Turnen: Reck-Gold bei der Universiade für Fabian Hambüchen, den Welthochschulsportler 2015

Nur wenige Wochen nach dem Gewinn der Goldmedaille am Reck bei den Europaspielen in Baku hat Fabian Hambüchen bei der Universiade im südkoreanischen Gwangju einen weiteren großen Sieg davongetragen. Abermals war der Wetzlarer am Reck, seinem Lieblingsgerät, eine Klasse für sich: Mit 15,266 Punkten konnte er sich gegen die beiden starken Japaner Shogo Nonomura (15,100 Punkte) und Yuya Kamoto (15,066 Punkte) durchsetzen, die Silber und Bronze gewannen. Hambüchen, der, genauso wie schon in Baku, als Fahnenträger der deutschen Mannschaft fungiert hatte, bedeutet dieser Sieg aus mehreren Gründen sehr viel. Es war seine erste Goldmedaille bei einer Universiade und es wird seine einzige bleiben, weil er mit 27 Jahren bereits das Höchstalter für eine Teilnahme an den Studentenspielen erreicht hat – in zwei Jahren, wenn die Veranstaltung in Taipeh ausgetragen wird, kann er deshalb schon nicht mehr dabei sein. Darüber hinaus hat Hambüchen, der in Köln Sportmanagement studiert, mit diesem Erfolg noch einmal deutlich gemacht, dass mit ihm trotz seines für Turner durchaus fortgeschrittenen Alters weiterhin zu rechnen ist, dies mutmaßlich auch bei den Olympischen Spielen in Rio 2016, für die er sich nochmals als Medaillenkandidat empfohlen hat. Von einem gesteigerten Wert ist der Sieg von Gwangju für ihn aber noch aus einem anderen Grund. Vor Beginn der Universiade wurde er als „Welthochschulsportler des Jahres“ geehrt, und als solcher einen Titel zu gewinnen, ist fraglos besonders schön. Nachzutragen wäre, dass er den Wettkampf am Boden als Fünfter beendete; auf einen Start im Mehrkampf-Finale verzichtete er.