Turnen: Das Phänomen Hambüchen lebt weiter / Drei Titel bei der DM

Turnen: Das Phänomen Hambüchen lebt weiter / Drei Titel bei der DM

Mit dem Gewinn von drei Titeln war die Deutsche Meisterschaft in Gießen für Turn-As Fabian Hambüchen ein mehr als erfolgreiches Heimspiel. Angefangen hatte das Medaillensammeln für den Sportstudenten aus Wetzlar im Mehrkampf, den er mit 88,10 Punkten vor Andreas Roba (Hannover/85,95 Punkte) und Christopher Jursch (Cottbus/83,25 Punkte) für sich entschied. Sein neunter nationaler Titel als Allrounder war das Ergebnis einer im ganzen betrachtet sehr konstanten Gesamtleistung. Lediglich am Reck unterlief ihm ein Patzer. Beim Tkatschew-Flieger rutschte ihm Stange aus der Hand, was einen Abgang zur Folge hatte. Den dadurch entstandenen Punktverlust konnte er mit einer hervorragenden Darbietung am Boden jedoch wieder ausgleichen. Perfekt lief es am Reck dann aber einen Tag später, beim Gerätefinale, wo der Olympia-Zweite von London die Konkurrenz klar dominierte (15,90). Und auch am Boden war Fabian Hambüchen trotz Bandage nicht zu schlagen (15,30). Der 27 Jahre alte Ausnahmeathlet, der im Laufe seiner langen Karriere schon so viele Verletzungen verkraften musste, hat nun insgesamt bereits 38 deutsche Meistertitel errungen und kann sich auf die Weltmeisterschaft Ende Oktober in Glasgow vorbereiten. In dieser kurzen Zeitspanne wird es allerdings noch zwei weitere Wettkämpfe geben: Als da wären noch eine weitere WM-Qualifikation in Stuttgart sowie ein Länderkampf in Dessau. Im Hinblick auf die WM, wo es auch um die direkte Olympia-Qualifikation gehen wird, möchte Hambüchen noch an seiner Grundkondition arbeiten, mit der er in Gießen noch nicht gänzlich zufrieden war.