Schwimmen: Leistungsexplosion in Berlin / Marco Koch schwimmt Weltrekord bei Kurzbahn-DM

Schwimmen: Leistungsexplosion in Berlin / Marco Koch schwimmt Weltrekord bei Kurzbahn-DM

Es hatte sich in den vergangenen Wochen schon gezeigt, dass Marco Koch (DSW Darmstadt) in der nacholympischen Phase ganz Großes zu leisten vermag: So war er zunächst bei den Kurzbahn-Weltcups, wo er alle acht Rennen über 200m-Brust gewonnen hat, extrem erfolgreich. Und nun hat er bei der erstmals in Berlin ausgetragenen Deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in 2:00,44 Min. auf dieser Strecke auch noch einen neuen Weltrekord aufgestellt. Koch, der sich zuletzt einer Diät unterzogen- und 13 kg abgenommen hat, sagte nach seinem formidablen Auftritt, der ihm den DM-Titel vor Philip Heintz (Heidelberg) einbrachte: „Das ist bombastisch. Ich freue mich riesig.“ Darüber hinaus konnte sich Koch in Berlin auch über die 50m- und 100m-Brust durchsetzen, wobei er über letztere Distanz in 56,75 Sek. nationalen Rekord schwamm. Der amtierende Weltmeister über 200m-Brust wird bei der Kurzbahn-WM im kanadischen Windsor (6.-11.Dezember) nicht nur der einzige hessische Schwimmer sein, sondern auch einmal mehr zu den Top-Favoriten gehören.

Zwei Medaillen für Mensing

Neben Koch, dem Superstar der DM, hat aus hessischer Sicht auch noch Jenny Mensing (SV Wiesbaden) zwei Medaillen gewonnen: Sie siegte über 200m-Rücken (2:05,04 Min.), was insofern einen Rekord darstellt, als die 30-jährige diesen Titel nun bereits zum achten Mal in Folge gewonnen hat. Zusätzlich gewann die im Vorfeld erkrankte Athletin die Silbermedaille über 100m-Rücken 59,04 Sek. hinter der zwölf Jahre jüngeren Laura Riedemann (SV Halle). Trotz dieser guten Ergebnisse konnte sich Mensing nicht für die WM qualifizieren. Weitere Schwimmer aus Hessen waren nicht am Start. Jan Philip Glania (SG Frankfurt) und seine Vereinskollegin Sarah Köhler hatten auf eine Teilnahme verzichtet.