Schwimmen: Eine EM ohne großen Glanz / Marco Koch gewinnt Silber

Schwimmen: Eine EM ohne großen Glanz / Marco Koch gewinnt Silber

In Olympiajahren haben so manche internationalen Wettkämpfe nicht den gewohnten Stellenwert: So war es auch mit der Schwimm-EM, die in den vergangenen zwei Wochen in London ausgetragen wurde und die auf dem Weg nach Rio aus deutscher Sicht quasi bedeutungslos war. Der Verband hatte ein Nachwuchs- oder auch B-Team in die britische Hauptstadt geschickt – von den für Rio qualifizierten Athletinnen und Athleten waren lediglich Franziska Hentke (Magdeburg) und Marco Koch (Darmstadt) mit dabei. Und während Hentke über 200m-Schmetterling in 2:07,23 Min. ihren ersten internationalen Titel auf der Langbahn gewann, konnte Marco Koch über 200m-Brust nicht reüssieren. Er verlor seinen Titel in 2:08,40 Min. an den Briten Ross Murdoch, der sieben Hundertstel schneller war. Koch, der die EM aus dem Training heraus geschwommen war, bezeichnete seinen physischen Zustand als eher träge und schlapp. Aber vielleicht ist London für ihn ja auch kein gutes Pflaster. Schon bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren war er als Medaillenkandidat nach England gereist und im Halbfinale ausgeschieden. Ganz so schlimm ist es diesmal nicht gekommen. Koch meinte anschließend, es sei besser bei der EM verloren zu haben, als es dann in Rio nicht zu schaffen.

Aus hessischer Sicht anzumerken wäre noch, dass die erst 16 Jahre alte Julia Mrozinski (SG Frankfurt) über 200m-Schmetterling den 16. Platz belegte und Alexander Kunert (Gelnhausen) mit der neuen persönlichen Bestzeit von 53,74 Sek. über 100m-Schmetterling einen kleinen Lichtblick hatte.