Schießen: Weltcupsieg für Christian Reitz

Schießen: Weltcupsieg für Christian Reitz

Beim Heimweltcup in München war Christian Reitz (Kriftel) mit der Schnellfeuerpistole nicht zu schlagen. Mit 592 Punkten siegte der 28 Jahre alte Polizeikommissar vor dem US-Amerikaner Keith Sanderson und Alexej Klimow (Russland). „Ich war von der Bewegungsgeschwindigkeit und Reaktionszeit her sehr schnell unterwegs. Das habe ich sofort gemerkt“, sagt Reitz, der seit Anfang des Jahres von seinem Beruf freigestellt ist und sich deshalb voll auf seinen Sport konzentrieren kann. Da das Bundesleistungszentrum in Wiesbaden bald umgebaut wird, hat er seinen Wohnsitz vorübergehend nach Regensburg verlegt, wobei er allerdings nicht nur an seinem neuen Wohnort trainiert, sondern hauptsächlich auf der olympischen Schießanlage in München-Garching. Dass er die Anlage so gut kennt, habe beim Weltcup durchaus eine gewisse Rolle gespielt:„Der Finalstand in München ist von der Beleuchtung her ungewöhnlich dunkel, da ist es ganz gut, wenn man dort häufiger schießt.“ Reitz, der für das deutsche Nationalteam bereits beim Weltcup in Fort Benning (USA) einen weiteren olympischen Quotenplatz für die Spiele in Rio klarmachen konnte, hat seinen Trainingsumfang vor den anstehenden Saisonhöhepunkten noch einmal erhöht. Und da geht es bei den Schützen in diesem Jahr Schlag auf Schlag. Nach der EM-Qualifikation, die im thüringischen Suhl ausgetragen wird, reist er mit der Nationalmannschaft Ende Juni nach Baku (Aserbeidschan) zu den European Games, die zum ersten Mal überhaupt ausgetragen werden. Die EM folgt dann Mitte Juli in Maribor (Slowenien), wo Reitz gemeisam mit seinen Teamkollegen Oliver Geis und Aaron Sauter, die ebenfalls hessischen Vereinen entstammen, um die Medaillen kämpfen wird. In München hatten die beiden keine Fortune. Geis belegte den 21. und Sauter den 26. Platz.