Rudern / Schießen: Geglückte Olympiaqualifikationen / Weitere Hessen fahren nach Rio

Rudern / Schießen: Geglückte Olympiaqualifikationen / Weitere Hessen fahren nach Rio

Das lange Zittern ist nun vorbei: Der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann hat sich im Rahmen der Olympiaqualifikationsregatta auf dem Rotsee in Luzern für die Spiele in Rio qualifiziert. Um dies zu erreichen, musste das deutsche Boot in seinem Rennen wenigstens auf dem zweiten Platz einkommen, was nach spannendem Kampf auch gelang. Von Anfang an hinter Griechenland auf eben diesem zweiten Platz liegend, wurde die Mannschaft kurz vor dem Ziel noch von Russland überholt, während die Griechen auf Rang drei zurückfielen. Im deutschen Boot, das in Rio an den Start gehen wird, werden neben Tobias Franzmann und Lars Wichert (beide Hamburg) mit Jonathan Koch (FRG Germania) und Lucas Schäfer (Marburg) auch zwei hessische Ruderer Platz nehmen. Darüber hinaus ist Sven Keßler (FRG Germania) als Ersatzmann nominiert und wird somit ebenfalls nach Rio reisen. Nach dem Erfolg sagte Lucas Schaefer: „Das war eines der härtesten Rennen in meinem Leben.“

Christian Reitz und Oliver Geis dürfen sich freuen

Die Olympiaqualifikation der deutschen Schnellfeuerpistolenschützen hat sich über zwei Weltcups erstreckt: Nr. 1 in Rio de Janeiro und Nr. 2 dann in München. Im Rennen um die beiden vorhandenen Quotenplätze waren insgesamt drei Athleten – und alle aus Hessen. Gewonnen hat die interne Ausscheidung Christian Reitz (SV Kriftel), der in Brasilien den sechsten Platz belegt hatte und in München dann Dritter geworden war. Doch auch sein Vereinskollege Oliver Geis, der amtierende Europameister und Vizeweltmeister in dieser Disziplin, hat das Ticket für Rio gelöst. Ausgeschieden ist hingegen Aaron Sauter (Beerfelden), der in München den Vorkampf nicht überstand.

Für Christian Reitz beginnt nun die Phase der letzten Vorbereitung: „Ich fühle mich super in Form. Wenn das so bleibt, sieht es gut aus für Rio“, sagt der 29 Jahre alte Polizeikommissar, der bereits in Peking 2008 eine olympische Bronzemedaille gewonnen hatte. Ziel bei seinen dritten Spielen ist das Erreichen des Finales, wo er als schärfste Konkurrenten im Kampf um Edelmetall neben seinem Vereinskollegen Geis vor allem die russischen und französischen Schützen erkennt. Ebenfalls eine tolle Leistung hat der Gewehrschütze Henri Junghänel (Breuberg) beim Weltcup in München gezeigt. Im Wettbewerb KK-Liegend wurde er Zweiter. Junghänel zählt ebenfalls zu den hessischen Medaillenkadidaten für Rio.