Rudern: Gold, Silber und Bronze bei der WM / Valentin Luz für die Spiele qualifiziert

Rudern: Gold, Silber und Bronze bei der WM / Valentin Luz für die Spiele qualifiziert

Die Ruder-WM auf dem Lac d‘ Aiguebelette in den französischen Alpen ist für die hessischen Athletinnen und Athleten überaus erfolgreich verlaufen. Am Start waren insgesamt sechs Leichtgewichte plus zwei Teilnehmer in den Handicap-Disziplinen. Allen voran hat die 25 Jahre alte Physikstudentin Katrin Thoma (Frankfurter Germania) mit dem Leichtgewichts-Doppelvierer die Goldmedaille vor Großbritannien und den Niederlanden gewonnen. „Das war ein Start-Ziel-Sieg, der härter war, als wir es erwartet hatten“, sagte die Frankfurterin nach dem Rennen. Eine weitere Goldmedaille holte Tobias Schad (Mühlheim) mit dem leichten Achter vor Frankreich und den USA. Für den Polizisten war dies der Höhepunkt seiner bisherigen sportlichen Karriere. Über Silber freute sich Roman Acht (Limburg) mit dem leichten Doppel-Vierer vor Frankreich und den USA. Der 23 Jahre alte BWL-Student hat mit diesem Sieg seine Karriere zum Abschluss noch einmal gekrönt. Da er sich künftig ganz auf sein Studium konzentrieren möchte und bald auch für ein Auslandssemester nach Kopenhagen geht, hat er seine sportliche Laufbahn beendet. Die Bronzemedaille aus hessischer Sicht ging an Jonas Kilthau (Frankfurter Germania) mit dem leichten Zweier ohne Steuermann. Gemeinsam mit seinem Partner Matthias Arnold (Hannover) sicherte er sich den dritten Rang nach einem starken Endspurt hinter Großbritannien und Frankreich. Mit all diesen herausragenden Leistungen haben sich die Medaillengewinner allerdings nicht für die Spiele in Rio 2016 qualifiziert, weil im Leichtgewichtsrudern nur ganz wenige Bootsklassen olympisch sind: Bei den Frauen ist das ausschließlich der Doppelzweier, bei den Männern kommt noch der Vierer ohne Steuermann hinzu.

Warten auf den Zug nach Rio

Den Sprung nach Rio hat als einziger Hesse überraschend Valentin Luz (Frankfurter Germania) geschafft. Mit dem Mixed-Vierer in der Handicap-Klasse LTA konnte sich das deutsche Boot im B-Finale durchsetzen und mit dem siebten Platz ein Paralympics-Ticket ergattern. Da das Boot ganz kurzfristig zusammengestellt worden war, ist dieser Erfolg um so höher zu bewerten. Den Sprung zu den Spielen hat Johannes Schmidt (Undine Offenbach) bei dieser WM noch nicht geschafft. Im Einer der Handicap-Klasse AF wurde der 33 Jahre alte Ingenieur Zehnter. Er hat aber im kommenden Frühling, bei der Nachqualifikation, noch einmal die Chance, das begehrte Ticket zu lösen. Dies gilt ebenfalls für Jonathan Koch und Sven Kessler, die im olympischen Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann den 13. Platz belegten und nun auf den Weltcup in Luzern im Mai 2016 warten müssen, um auf den Zug nach Rio noch aufspringen zu können.