Rollstuhlbasketball: EM-Titel für deutsche Frauen / Männer holen Bronze

Rollstuhlbasketball: EM-Titel für deutsche Frauen / Männer holen Bronze

Bestückt mit zahlreichen Spielerinnen und Spielern aus den beiden hessischen Bundesligavereinen, RSV Lahn-Dill und RSC Frankfurt, haben die deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalteams im britischen Worcester eine Traum-EM hingelegt und sich als Mitfavoriten für die Spiele in Rio positioniert. Mit einem am Ende klaren 72:62-Sieg triumphierten die Frauen im Finale gegen die Niederlande, wobei neben Gesche Schünemann und Annika Zeyen (beide Hamburg) auch die Frankfurterin Marina Mohnen sowie Annabel Breuer (Wetzlar) herausragende Leistungen zeigten. Trainer Holger Glinicki lobte sein Team für ein taktisch trickreiches Spiel, auf das die Gegnerinnen keine Antwort gewusst hätten. Für die deutschen Frauen ist es heuer der neunte EM-Titel in der Geschichte, und der Finalsieg fiel um so emotionaler aus, als Glinickis Team in der Vorrunde noch gegen die Niederlande verloren hatte.

Mit mentaler Stärke

Mit der Bronzemedaille waren die deutschen Männer überglücklich. Im kleinen Finale schlugen sie die Niederlande mit 74:56 deutlich. Bundestrainer Nicolai Zeltinger sagte anschließend, dass seine Mannschaft eine außergewöhnliche Energieleistung und auch mentale Stärke gezeigt habe: „Das ist der Lohn für so viel.“ Aus hessischer Sicht haben Thomas Böhme, Dirk Köhler, Jan Haller, Björn Lohmann und Christoph Huber (alle RSV Lahn-Dill) ihren Teil zu diesem großen Erfolg beigetragen. Die Paralympics in Rio können kommen! Europameister wurde Großbritannien mit einem 87:66-Finalsieg gegen die Türkei.