OLYMPIA 2016: Bronze, Silber, GOLD /Fabian Hambüchen krönt seine Karriere

OLYMPIA 2016: Bronze, Silber, GOLD /Fabian Hambüchen krönt seine Karriere

Man hätte es nicht für möglich gehalten, dass Fabian Hambüchen
tatsächlich Olympiasieger im Reckturnen werden würde. Der 28 Jahre
alte Sportstudent, der in Peking 2008 als Goldfavorit an den Start gegangen war
und vier Jahre später zumindest noch als Medaillenkandidat,
war nach zahlreichen Verletzungen, zuletzt an der Schulter,
eigentlich schon froh, sich überhaupt für die Spiele von Rio de Janeiro
qualifiziert zu haben. Dass er dort eine Medaille gewinnen würde,
erst recht eine Goldene, das hat eigentlich niemand mehr für möglich
gehalten. Doch dann geschah dieses Wunder – am letzten Tag seiner
internationalen Karriere, die bereits in der zweiten Hälfte der „Nuller“-Jahre
ihren eigentlichen Höhepunkt hatte. Damals, 2007 in Stuttgart,
wurde er Weltmeister am Reck und auch dreimal Europameister
(2995/07/09) an seinem Lieblingsgerät.

Gold beim letzten internationalen Wettkampf

Fabian Hambüchen, der 2004 in Athen mit nur 16 Jahren an seinen ersten
Olympischen Spielen teilgenommen hatte, musste im Finale von Rio als Erster
Turner ans Reck. Mit einem Ausgangswert von 7,3 Punkten war er der
Vorkampfbeste, nicht etwa der niederländische Titelverteidger Epke Zonderland,
der gleich nach dem Wetzlarer ans Gerät ging und dabei schwer stürzte, ohne
sich jedoch zu verletzen. Doch der Ausfall von Zonderland bedeutete noch lange
nicht, dass Hambüchen, der mit 15,766 Punkten belohnt wurde, schon hätte feiern
können. Er musste vielmehr bis zum Schluss abwarten und siegte dann vor dem
US-Amerikaner Danell Leyva (15,500 Punkte) und Nile Wilson (Großbritannien/
15,466 Punkte). Fabian Hambüchen, der von im Vorfeld der Spiele gesagt hat,
dass er nichts mehr zu verlieren habe, hat nun alles gewonnen und seinen
olympischen Medaillensatz damit rund gemacht.

Die Stiftung Sporthilfe Hessen gratuliert
Fabian Hambüchen zur GOLDMEDAILLE!