Leichtathletik: Gelungener hessischer WM-Auftakt – Claudia Rath wird Fünfte im Siebenkampf

Leichtathletik: Gelungener hessischer WM-Auftakt – Claudia Rath wird Fünfte im Siebenkampf

Die Zeichen für eine absolute Top-Platzierung standen für Claudia Rath (LG Eintracht Frankfurt) nicht mehr sehr gut, als sie am Abend des zweiten Tages der Leichtathletik-WM im Olympiastadion von Peking zum 800m-Lauf antrat, der den Siebenkampf abschließt. Doch die zu diesem Zeitpunkt auf dem neunten Rang liegende Frankfurterin schob sich mit einem furiosen Lauf, den sie in 2:09,66 Min. als beste aller Mehrkämpferinnen abschloss, noch bis auf den fünften Platz im Gesamtklassement nach vorne. Mit insgesamt 6441 Punkten konnte sie mehr als zufrieden sein, zumal dieses Ergebnis nur knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung liegt (6462 Punkte). Neben dem 800m-Lauf war Claudia Rath mit 6,61m auch im Weitsprung die beste Athletin. „Ich habe zwar keine persönliche Bestleistung geschafft, aber die gute Platzierung macht das mehr als wett“, sagte sie am Ende des zweiten langen Wettkampftages. Während Claudia Rath also Grund zum Jubeln hatte, gingen die Träume von Carolin Schäfer (TV Friedrichstein) nicht in Erfüllung. Die 23 Jahre alte Medaillenkandidatin, die in der Weltjahresbestenliste vor der WM auf dem zweiten Platz lag, trat beim Weitsprung dreimal über und schied somit aus. Im TV-Interview sagte sie anschließend, dass für diese Fehlleistung persönliche Gründe verantwortlich gewesen seien.

Nachzutragen wäre, dass Jennifer Oeser (Bayer Leverkusen), die dritte deutsche Siebenkämpferin, mit 6308 Punkten auf dem zehnten Platz landete; den Titel gewann die Britin Jessica Ennis-Hill (6669 Punkte) vor Brianne Theisen-Eaton (Kanada/6554 Punkte) und Laura Ikauniece-Admidina (Lettland/6516 Punkte).