Leichtathletik: Hessische Spitzenergebnisse in Götzis

Leichtathletik: Hessische Spitzenergebnisse in Götzis

Die erste große Bewährungsprobe des Jahres 2015 hatten die Mehrkämpfer beim internationalen Traditionsmeeting in Götzis (Österreich), das für den im Vorjahr nach Hessen gewechselten Zehnkämpfer Michael Schrader (SC Hessen-Dreieich) mit einem großen Erfolg endete: Hinter Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied/8670 Punkte) belegte der 27 Jahre alte Vizeweltmeister mit hervorragenden 8452 Punkten den zweiten Platz, womit er in Richtung der Weltmeisterschaft in Peking  bereits einen großen Schritt nach vorne getan hat. Da die Qualifikationsnorm bei 8200 Punkten festgelegt wurde, geht Schrader fest davon aus, dass er zu den insgesamt drei Deutschen Zehnkämpfern gehören wird, die Ende August nach China reisen werden. Konkurrenz machen könnten ihm noch der mittlerweile in den USA trainierende Pascal Behrenbruch (Eintracht Frankfurt), der eine Teilnahme in Götzis wegen eines Formtiefs jedoch abgesagt hatte sowie sein zuletzt dauerverletzter Vereinskollege Jan Felix Knobel. Beide Athleten werden ihre Chance beim noch anstehenden Meeting in Ratingen suchen müssen.

Auf dem Weg nach Peking

Im Siebenkampf der Frauen hat Carolin Schäfer (TV Friedrichstein) mit der neuen persönlichen Bestleistung von 6547 Punkten den zweiten Platz hinter Brianne Theisen-Eaton (Kanada/6808 Punkte) belegt. „Wahnsinn mir fehlen die Worte“, sagte die Hessische Sportlerin des Jahres 2014 nach einem Wettkampf, bei dem sie sich lediglich über die 100m-Hürden eine kleine Schwäche geleistet hatte. Die Qualifikationsnorm für Peking (6150 Punkte) hat die EM-Vierte mit dieser Leistung weit übertroffen. Und auch Claudia Rath (Eintracht Frankfurt), die in Götzis Siebte wurde, kann mit dem Ergebnis von 6458 Punkten mehr als zufrieden sein. Als zweitbeste Deutsche hat sie die WM-Norm ebenfalls klar übertroffen und ist dabei nur um vier Zähler unter ihrer persönlichen Bestmarke geblieben. Besonders stark war sie im Weitsprung mit 6,73m.