Leichtathletik: Betty Heidler gewinnt nachträglich die Silbermedaille von London 2012 / Richtig freuen kann sie sich nicht

Leichtathletik: Betty Heidler gewinnt nachträglich die Silbermedaille von London 2012 / Richtig freuen kann sie sich nicht

Was schon seit einigen Monaten vermutet wurde und worüber wir auf unserer Stiftungsseite bereits Anfang Juni berichtet hatten, ist nun amtlich: Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt) gewinnt nachträglich die Olympische Silbermedaille von London im Hammerwerfen. Nachdem die damalige Olympiasiegerin Tatjana Lysenko (Russland) bereits zum zweiten Mal des Dopings überführt wurde, hat ihr das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Titel entzogen. Hinzu kommt eine lebenslange Sperre für die Wiederholungstäterin. Da die besagte Athletin jedoch bereits 33 Jahre alt ist, dürfte ihr letztere Strafe vermutlich herzlich egal sein.

Auf ihrer Facebookseite schrieb Betty Heidler, dass sie sich über die Nachricht gar nicht richtig freuen könne. Einmal mehr seien Sportler und Fans betrogen worden, und es bleibe auch ein „bitterer Beigeschmack“ hinsichtlich der Frage, ob Lysenko denn 2010 und 2011 sauber gewesen sei, so Heidler weiter. Die Stiftung Sporthilfe Hessen wünscht Betty Heidler, dass sie sich irgendwann und trotz alledem wenigstens ein bisschen über diese Silbermedaille freuen kann.