Leichtathletik: Ariane Friedrich muss ihre Olympia-Hoffnungen aufgeben / Auch Jan Felix Knobel und Pascal Behrenbruch werden in Rio nicht mit dabei sein

Leichtathletik: Ariane Friedrich muss ihre Olympia-Hoffnungen aufgeben / Auch Jan Felix Knobel und Pascal Behrenbruch werden in Rio nicht mit dabei sein

Nachdem sich Ariane Friedrich (Eintracht Frankfurt) bei der Deutschen Meisterschaft in Kassel eine zunächst noch undefinierbare Knieverletzung zugezogen hatte, war schon fast anzunehmen, dass die in früheren Jahren manchmal sehr exzentrisch auftretende Hochspringerin den Sprung nach Rio doch nicht mehr schaffen würde. Mittlerweile wurde bei der 32 Jahre alten Polizeikommissarin eine Athroskopie vorgenommen und ein Knorpelschaden behoben; trainieren kann sie deshalb vorläufig nicht. Friedrich, die nach langen Verletzungspausen sowie einer Babypause in der zurückliegenden Hallensaison ein durchaus hoffnungsvolles Comeback gefeiert hatte, konnte sich im Freien nicht mehr über 1,87m hinaus steigern. Doch hätte sich die deutsche Rekordhalterin (2,06m) nicht neuerlich wieder verletzt, hätte sie sicherlich noch bis zum letzten möglichen Tag versucht, auf den Zug nach Rio aufzuspringen.

Auch Knobel verletzt

Und noch zwei weitere gute alte Bekannte aus dem Kreis der hessischen Spitzenathleten werden nicht an den Spielen teilnehmen: Es handelt sich um die Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch und Jan Felix Knobel (beide LG Eintracht Frankfurt), die beim Traditionsmeeting in Ratingen noch einmal die Chance gehabt hätten, sich zu qualifizieren. Doch Ex-Europameister Behrenbruch, der zum Saisonauftakt der Mehrkämpfer in Götzis (Österreich) Ende Mai gar nicht eingeladen war, hatte aufgrund der unmittelbar bevorstehenden Geburt seines ersten Kindes auf einen Start und damit auf die Möglichkeit, sich für die Spiele doch noch zu qualifizieren, verzichtet. Jan Felix Knobel wiederum verletzte sich in Ratingen beim Weitsprung. Er rutschte unglücklich aus und verdrehte sich dabei das Kniegelenk. Die Stiftung Sporthilfe Hessen wünscht allen Athleten eine baldige Genesung. Ob jedoch Behrenbruch und Friedrich, die beide über 30 sind, noch einmal in den Hochleistungssport zurückkehren, dürfte doch stark bezweifelt werden.