Judo: Alexander Wieczerzak wahrt seine Olympia-Chance / Starkes Comeback nach Dengue-Fieber

Judo: Alexander Wieczerzak wahrt seine Olympia-Chance / Starkes Comeback nach Dengue-Fieber

Es ist nur wenige Wochen her, das schwebte Alexander Wieczerzak (Wiesbaden) in Lebensgefahr. Bei einem Grand Prix-Turnier in Havanna hatte er Ende Januar einige wichtige Punkte auf dem Weg nach Rio gesammelt. Doch als er wieder in Deutschland war, wurde er krank, sterbenskrank. Das durch den Stich der Zika-Mücke übertragene Dengue-Fieber streckte den 25 Jahre alten Judoka nieder; an Sport war für mehrere Wochen gar nicht zu denken. Doch nun ist Wieczerzak zurück und hat sich bei seinem Comeback in Tiflis (Georgien) mit einer starken Leistung und dem fünften Platz zurückgemeldet. Bei dem Grand Prix musste er sich in der Trostrunde und unter Krämpfen dem Mongolen Uuganbaatar Otgonbaatar geschlagen geben. Wieczerzak geht davon aus, dass diese Körperreaktion noch eine Nachwirkung der Erkrankung war. Gleichwohl ist er mit seiner Leistung sehr zufrieden und hofft er darauf, bei der Europameisterschaft Ende April in Kasan mittun zu können. Dann böte sich ihm Chance, Sven Maresch (Leipzig), seinen direkten Kontrahenten um den einzigen olympischen Startplatz in der Klasse bis 81 Kg, doch noch zu überholen. Nach den World Masters im Mai in Mexiko soll dann endgültig feststehen, welcher Athlet bei den Spielen in Rio für Deutschland auf der Matte stehen wird.