Leichtathletik: Gute hessische Ergebnisse bei Hallen-EM

Leichtathletik: Gute hessische Ergebnisse bei Hallen-EM

 

Es war angerichtet für Homiyu Tesfaye. Doch der Mittelstreckler aus Frankfurt, der im Laufe der vergangenen Wochen gleich zweimal den deutschen Hallenrekord über 1500m verbessert hatte und mit diesen Leistungen derzeit auch nach wie vor der Führende in der Weltjahresbestenliste über diese Distanz ist, konnte seiner klaren Favoritenrolle bei der Hallen-EM in Prag nicht gerecht werden. Nachdem er den Vorlauf noch klar dominiert hatte, musste er im Finale drei anderen Läufern den Vortritt lassen. Es siegte der Tscheche Jakob Holusa in 3:37,68 Min. Ähnlich wie bereits bei der Freiluft-EM in Zürich im vergangenen Jahr, wurde Tesfaye in einen Pulk aus mehreren Konkurrenten eingezwängt, aus dem er sich nicht rechtzeitig befreien konnte. Für den erst 21 Jahre alten Läufer wird es nun darum gehen, noch mehr an seiner Renntaktik zu arbeiten.

Mit sehr guten Vorleistungen hatte auch Gesa Krause aufwarten können. Die neue Deutsche Hallenmeisterin über 3000m schied über diese Distanz jedoch bereits im Vorlauf aus, konnte ihr Potenzial über die 1500m jedoch abrufen. In 4:15,40 Min. wurde sie Fünfte. Die Hindernisläuferin meinte anschließend, dass sie über die 3000m flach im Kopf nicht ganz frei gewesen sei, über die 1500m fehle ihr noch die Erfahrung. Weitere Hessen in Prag waren Xenia Achkinadze (LV Wiesbaden), die im Weitsprung 6,29m erzielte, sowie Carolin Schäfer, die ihren Fünfkampf wegen Wadenproblemen abbrach. Nach dem tragischen Unfalltod ihres Lebensgefährten dürfte die Hessische Sportlerin des Jahres 2014 mental ohnehin nicht voll bei der Sache gewesen sein. Die Stiftung Sporthilfe Hessen wünscht ihr viel Kraft.